1. Ist Speiseessig sauer?
Auf der Flasche steht „5 % Säure“. Zuerst untersuchen wir nur den pH-Wert.
5 % Säure
pH mit Indikatorpapier
Genauer nachmessen
Die Elektrode wird erst nach eurer eigenen Schätzung freigeschaltet.
Was sagt uns die Messung?
Welche Aussagen passen zur Probe?
Was können wir aus dieser pH-Messung über die Angabe „5 % Säure“ schließen?
Kurze Wiederholung
Exkurs: Wie funktionieren Indikatoren?
Exkurs: H₃O⁺ und OH⁻
H₃O⁺ + OH⁻ → 2 H₂O.
2. Was passiert bei Zugabe von Natronlauge?
NaOH
Vermutung festhalten
Optionaler Exkurs: Neutralisation sichtbar machen
Die externen Simulationen sind freiwillig. Sie öffnen in einem neuen Tab.
Modellprobe
10,0 mL verdünnte Essigsäure
c ≈ 0,083 mol/L
NaOH: 0,100 mol/L
Die Größenordnung passt zum später geplanten Realversuch.
3. NaOH portionsweise zugeben
pH-Messung
Nach jeder Zugabe wird gemischt, der pH-Wert neu berechnet und als Messpunkt gespeichert.
Messpunkte
noch keine VerbindungslinieMesswerttabelle
| Nr. | V(NaOH) / mL | pH |
|---|
4. Aus Messpunkten wird eine Titrationskurve
PunktwolkePunktwolke zuerst beschreiben
Beschreibt den Verlauf mit eigenen Worten, bevor ihr die Punkte verbindet.
Passt eure ursprüngliche Vermutung?
Automatische Titration
Diese Option wird erst freigeschaltet, nachdem ihr die Messpunkte selbst erzeugt und verbunden habt.
5. Wo verändert sich der pH besonders stark?
Bereich selbst markierenKlickt im Diagramm einmal auf den Beginn und danach auf das Ende des Bereichs, in dem der pH besonders stark ansteigt.
Warum jetzt feiner dosieren?
Warum waren die kleineren NaOH-Portionen gerade in diesem Bereich sinnvoll?
Äquivalenzpunkt
Am Äquivalenzpunkt wurde gerade so viel Natronlauge zugegeben, wie zur Neutralisation der vorhandenen Säure erforderlich ist.
Mehr dazu
6. Äquivalenzpunkt leichter finden
Blendet nun eine Hilfskurve direkt in eure Titrationskurve ein. Sie zeigt, wo sich der pH-Wert am stärksten ändert.
ÄP leichter finden
Änderung des pH-Werts pro zugegebenem Volumen · mathematisch: 1. Ableitung
Klickt im gemeinsamen Diagramm auf das Maximum der violetten Hilfskurve.
Wie entsteht die Hilfskurve?
SEK II: Warum heißt das „Ableitung“?
7. Welcher Indikator passt?
Umschlagsbereiche vergleichenEntscheiden und begründen
Welchen Indikator würdet ihr für die reale Titration von Essigsäure mit Natronlauge bevorzugen?
Was würdet ihr beim Realversuch mit Phenolphthalein am Endpunkt beobachten?
8. Den Realversuch planen
„5 % Säure“ entspricht größenordnungsmäßig etwas weniger als 1 mol/L Essigsäure. Unsere Maßlösung enthält 0,100 mol/L NaOH.
Warum titrieren wir nicht einfach 10,0 mL unverdünnten Speiseessig?
Exkurs: Warum ändert sich beim Verdünnen der pH-Wert, aber nicht die Stoffmenge?
Wichtig: Entnehmen wir anschließend nur 10,0 mL der insgesamt 100,0 mL, nehmen wir natürlich nur ein Zehntel der dort enthaltenen Stoffmenge für die Titration heraus.
Probenvorbereitung ordnen
Klickt die fünf Schritte in der richtigen Reihenfolge an.
Verbrauch vorhersagen
Nach der 1:10-Verdünnung werden 10,0 mL Analysenprobe mit 0,100 mol/L NaOH titriert. Auch etwas säurereichere Speiseessige sollen noch in einem gut handhabbaren Bereich liegen.
In welcher Größenordnung erwartet ihr den Endpunkt?
Unser Versuchsplan
10,0 mL Originalessig → im 100-mL-Messkolben auf 100,0 mL auffüllen → mischen → 10,0 mL dieser Lösung als Probe entnehmen.
- Maßlösung: 0,100 mol/L NaOH
- Indikator: Phenolphthalein
- erwarteter Verbrauch: etwa 8–12 mL
- nahe dem Endpunkt fein dosieren
- Endpunkt: gerade beständige, sehr schwache Rosafärbung
9. Real durchführen, beobachten oder virtuell vertiefen
Der Realversuch ist optional. Wählt den Weg, der zu eurer Unterrichtssituation passt. Für die anschließende Auswertung benötigt ihr nur einen plausiblen NaOH-Verbrauch.
A · Selbst titrieren
Mit Kunststoffspritze oder klassisch mit Bürette.
B · Versuch beobachten
Später können hier die dokumentierten Spritzen- und Bürettenversuche direkt geöffnet werden.
C · Titrationschallenge
Die Bürette selbst bedienen, den Endpunkt erkennen und den Verbrauch eigenständig ablesen.
D · Im TITRATIONSTOOL
Die speziell dafür vorbereitete Brückenaufgabe TITR_A10 verwenden.
10. Vom NaOH-Verbrauch zu „5 % Säure“
Was gilt am Äquivalenzpunkt?
Rechengang
mol/L
mol/L
g/L
g/100 mL
Jeder Schritt wird erst nach eurer eigenen Eingabe kontrolliert.
Titrationschallenge
Neben dem Einzellauf steht nun auch die Serie aus 1 Orientierungstitration + 3 Bestimmungen zur Verfügung. Der Serienmodus bewertet erst nach Auswahl der Messwerte und Abgabe des selbst berechneten Mittelwerts.